Mein Konzept - Eingewöhnung

Mein Konzept:


Hilf mir, es selbst zu tun" (Maria Montesorri) Nach diesem Motto erziehe ich mein eigenes Kind, aber auch meine Tageskinder. Mit der Liebe zum Kind arbeite ich als Tagesmutter in enger Zusammenarbeit mit Eltern und Kind. Wir pflegen ein familiäres Verhältnis. Durch meine Arbeit unterstütze ich die Eltern in der Zeit, in der sie sich nicht um ihr Kind kümmern können. Dadurch verschaffe ich ihnen die Zeit, die sie benötigen und halte ihnen den Rücken frei.


Unsere Wohnung:

Wir leben in einer 74 qm Wohnung mit 3,5 Zimmern. Im Kinderzimmer haben alle Kinder die Möglichkeit zu spielen, malen, basteln, lesen und vieles mehr. Mittags schlafen die Kinder auch hier, jeder hat sein eigenes Bett bzw. Reisebett. Einer von zwei Fluren lädt zu Entdeckungstouren ein. Im Wohnzimmer ist Platz zum zusammensitzen und in der Küche genügend Raum für alle zur Brotzeit und zum Mittagsessen. Der Eingangsbereich bietet für jedes Kind einen eigenen Platz an der Kindergaderobe. Auch im Badezimmer findet jedes Tageskind einen eigenen Platz für sein Handtuch und Waschlappen. Die Toilette ist separat und kindgerecht eingerichtet, so dass die Kinder diese auch selbständig benutzen können. Die Katzen haben ihr eigenes Zimmer, was uns auch gleichzeitig als Büro dient. Die Katzentoilette und das Futter sind außer Reichweite der Kinder.

 

Die Umgebung:

Unsere Wohnung liegt sehr ruhig. Direkt vor der Haustüre ist ein langer Gehweg und eine Wiese die zum Spielen und toben einlädt. Gegenüber auf der anderen Straßenseite haben wir einen kleinen Park und Spielplätze sind zahlreich in der Nähe zu Fuß zu erreichen.

 

Wie ich betreue:
Das Verhältnis mit den Kindern soll in erster Linie auf Spaß und Vertrauen basieren. Folgende Schwerpunkte sind mir in meiner Arbeit wichtig: - Erziehung zur Selbständigkeit - Individuelle Entwicklungsförderung - Rituale / Regeln - Ernährung -Umgangsformen / Gemeinschaftsbewusstsein -Freispiel
Erziehung zur Selbständigkeit Die Kinder lernen bei mir von Anfang an, viele Dinge im Alltag selbst zu machen. Dazu gehört das selbständige Schuhe ausziehen, Hände waschen usw. Ich bin immer bei den Kindern um sie zu unterstützen, wenn sie etwas noch nicht alleine schaffen. Sie können jederzeit um Hilfe bitten falls etwas noch nicht so gut alleine klappt. Individuelle Entwicklungsförderungen Jeder ist ein Individuum und hat seine Stärken und Schwächen. Diese gilt es zu erkennen und zu stärken bzw. auszugleichen. Bei meiner Arbeit mit den Kindern achte ich auf jedes Einzelne, was es schon

 kann und woran es Interesse hat. Das gilt in allen Lebensbereichen und Entwicklungsschritten. Jeder benötigt seine eigene Zeit und hat seinen eigenen Rhythmus wie er sich entwickelt und um sich selbst zu finden. Rituale / Regeln In der gesamten Betreuungszeit haben die Kinder Rituale, die ihnen den Alltag erleichtern, aber auch Regeln die Grenzen setzen. So ist der Morgenkreis jeden Tag zur gleichen Zeit ein tägliches Ritual, genauso wie das Hände waschen vor dem Essen. Ebenso gehört Schuhe ausziehen und Hausschuhe anziehen dazu.
Ernährung Ich koche täglich frisch und abwechslungsreich. Je nach Alter dürfen die Kinder mir dabei helfen und bekommen dadurch einen Bezug zu Lebensmitteln und gesunder Ernährung. Selbst gekochtes Essen bei dem die Kinder mitgeholfen haben schmeckt ihnen immer besser als Essen das plötzlich auf dem Tisch steht. Die Kinder lernen so auch die Vielfalt von Obst, Gemüse und vielem mehr kennen. Umgangsformen / Gemeinschaftsbewusstsein Ein freundlicher und höflicher Umgang untereinander ist mir als Tagesmutter sehr wichtig. Deshalb lerne ich den Kleinsten auch schon, dass ein "Bitte" und "Danke" normale Umgangsformen sind. Das Gemeinschaftsbewusstsein stärke ich mit Gruppenspielen. Beispielsweise helfen die Großen den Kleinen in verschiedenen Situationen, die sie selbst noch nicht bewältigen können.. Freispiel Den ganzen Tag über haben die Kinder immer wieder Zeit für das Freispiel. Hier können Sie selbst entscheiden, womit sie spielen wollen und dadurch auch ihre Fähigkeiten festigen, Neues und auch sich selbst entdecken. Ob gemeinsam oder alleine dürfen die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

 

Ernährung:
Ich koche immer frisch und abwechslungsreich. Mir ist es wichtig, dass die Kinder von Anfang an den Umgang mit Lebensmitteln kennen lernen und auch bei der Zubereitung mithelfen dürfen. Es gibt einen wöchentlichen Essensplan, der auch einmal pro Woche Fisch beinhaltet. Auf besondere Ernährung/Allergien der Tageskinder, wie beispielsweise, dass die Kinder kein Schweinefleisch essen, nehme ich immer Rücksicht.

 

Elternarbeit:
Die Zusammenarbeit mit den Eltern liegt mir sehr am Herzen, da ich ein familiäres Verhältnis pflege. Es finden regelmäßige Treffen wie beispielsweise Elternnachmittage, Weihnachts- und Sommerfeste statt. Hier können sich die Eltern kennenlernen und haben auch die Möglichkeit, sich austauschen. In einzelnen Elterngesprächen werden die Entwicklung und andere wichtige Themen mit den Eltern besprochen. Auch Probleme können hier angesprochen werden und gemeinsam wird nach einer Lösung gesucht.


 

Eingewöhnung


Meine Eingewöhnung basiert auf der Grundlage des sogenannten „Berliner Eingewöhnungsmodell". Die Zeit der Eingewöhnung ist für das Kind, die Eltern und für die Tagesmutter außerordentlich wichtig. Der Übergang aus der Familie in die Tagespflegestelle bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung für seine Fähigkeiten, sich an neue Umgebungen anzupassen und Beziehungen zu fremden Personen aufzubauen. An die neue Situation, einen veränderten Tagesablauf und die tägliche mehrstündige Trennung von den Eltern muss sich das Kind erst gewöhnen. Diese Veränderungen können mit erheblichem Stress verbunden sein. Kinder, besonders im Alter von 0- 3 Jahren, sind überfordert wenn sie diese Umstellung ohne Unterstützung durch ihre Bezugsperson bewältigen müssen. Aus diesem Grund sollten sich die Eltern Zeit für die Eingewöhnung nehmen. Darauf lege ich auch sehr großen Wert, da die Eingewöhnung prägend für die weitere Tagespflege des Kindes ist.


Erstes Treffen:

Dies dient dem gegenseitigen kennen lernen. Hier erfährt die Tagesmutter bisherige Gewohnheiten des Kindes, eventuelle Krankheiten oder Entwicklungsauffälligkeiten.


Grundphase:

Die ersten 3 Tagen wird das Kind von Mutter, Vater oder einer anderen Bindungsperson bei der Tagesmutter begleitet und sie bilden somit den sicheren Hafen. In dieser Phase versucht die Tagesmutter sich dem Kind anzunähern, ohne das sich dass Kind bedrängt fühlt.
Verhalten der Eltern Ist passiv, das Kind wird nicht gedrängt, die Eltern sind immer in der Nähe und akzeptieren es immer wenn die Nähe zu ihnen gesucht wird. Der anwesende Elternteil verhält sich zurückhaltend,bleibt jedoch mit im Raum, um dem Kind das notwendige Gefühl von Sicherheit zu geben.


Eingewöhnungszeit:

Das Kind sollte in der Eingewöhnungszeit die Tagespflegestelle höchstens halbtags besuchen. Am vierten Tag fällt die Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungszeit. In der Regel liegt die Spanne zwischen sechs und vierzehn Tagen, manchmal auch länger.


Trennung von den Eltern:

Wie das Kind auf den ersten Trennungsversuch am vierten Tag reagiert ist entscheidend. Als erstes verabschiedet sich der begleitende Elternteil kurz nach der Ankunft vom Kind und verlässt das Zimmer, bleibt aber in der Nähe des Zimmers. Verhält sich das Kind nach anfänglichem Protest eher gelassen und wendet sich wieder seiner
Umgebung zu, kann man diese erste Trennungsepisode auf ca. 30 Minuten ausdehnen. Je gelassener das Kind auf Abschied und Wiederkehr der Eltern reagiert, desto kürzer kann die Eingewöhnungszeit ausfallen. Protestiert das Kind jedoch deutlich und dauerhaft, muss mit Trennungsversuchen bis zur zweiten Woche gewartet werden.


Ein bisschen zu Hause:

In der Phase der Eingewöhnung ist es besonders hilfreich, wenn die Eltern ihrem Kind einen Gegenstand von zu Hause mitgeben, welches es an sie und zu Hause erinnert. Es kann ein Schnuffeltuch, ein Kuscheltier oder etwas anderes sein, was es beruhigt und ihm gut tut. Es schafft eine sogenannte Brücke zwischen Eltern und Tagesmutter.


Pflegesituationen:

Eltern, deren Kind noch gewickelt und gefüttert wird, sollten das zunächst noch selbst tun, da es intime und vertraute Handlungen sind. Die Eltern führen das mit ihrem Kind noch so lange fort, bis die Tagesmutter als Bezugsperson angenommen wird. Die Trennungsperioden können nun verlängert werden.


Schlussphase:

Zeichen einer gelungenen Eingewöhnung ist es immer, wenn sich das Kind von der Tagesmutter trösten und beruhigen lässt. Sind alle Aufgaben in die Hände der Tagesmutter übergegangen halten sich die Eltern nicht mehr bei der Tagesmutter auf, sind aber ca. zwei Wochen jederzeit telefonisch auf Abruf. Dies ist wichtig, wenn sich zeigen sollte, dass die neue Beziehung noch nicht tragfähig genug ist, um das Kind in besonderen Situationen aufzufangen.


Die Eingewöhnung ist grundsätzlich erst abgeschlossen, wenn das Kind seine Tagesmutter als sichere Basis, als eine weitere Bezugs- und Vertrauensperson akzeptiert hat.

 

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© Tanja Böhm

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